Komme ich vorhin von der Hunderunde, guckt da doch ein freundlich gestreifter Umschlag aus dem Briefkasten heraus. Mir war sofort klar, das kann nur das erste Mini-Buch der Frühlings Mail-Art sein. War es auch. Von Anette. In einem ganz entzückenden Umschlag, vorne Punkte, hinten Streifen und das Ganze genäht!! Erst habe ich es nur gestreichelt und nicht geöffnet, weil ich den Umschlag so nett fand. Jetzt bin ich aber doch mit dem Nahttrenner daran gegangen, und habe vorsichtig, vorsichtig, den Umschlag geöffnet und ein ganz allerliebstes Büchlein herausgezogen. Bilder vom Buch gibt es noch keine, falls jemand aus der Gruppe noch keines erhalten hat (unterschiedliche Postlaufzeiten, kennt man ja) möchte ich die Überraschung nicht verderben. Nur soviel: ich WAR überrascht. Tolle Umsetzung des Themas.
Über Haus, Hof und Garten, Wolle, Stoffe, Farbe und Papier. Von Flohmärkten und sonstigen Schatzsuchen und dem Leben im Allgemeinen und Besonderen.
Dienstag, 21. März 2017
Sonntag, 5. Februar 2017
WMDEDGT
Fast hätte ich es vergessen, heute ist der fünfte und Frau Brüllen möchte wissen, was wir so den ganzen Tag machen.
Der Wecker hat ganz abscheulich früh gepiept, nämlich um sechs! Das ist für mich eh früh und am Sonntag sowieso. Hilft aber nichts, ich habe einen neuen Job, der fängt um zehn Uhr an, um halb fährt die Bahn und vorher muss der Hund raus. Das ist am Wochenende normalerweise die Aufgabe des Besten, aber der weilt in Uganda, also ich. Aufstehen, duschen, bisschen Farbe ins Gesicht und Müsli frühstücken. Hatte ich gestern abend vorbereitet, damit es schnell geht. Dann waaarm einpacken und Hunderunde. Es war gruselig. Wortwörtlich. Kalter, nebelverhangener Wald und ich immer Panik vor Wildschweinen. Um halb acht morgens ist das nicht so unwahrscheinlich und ich habe gesungen und gepfiffen, damit die sich bloss ins Dickicht verziehen. Ich hoffe dann immer, dass mich niemand hört.
Es wurde trotzdem eine grosse Runde und dann zeitlich etwas knapp hinten raus. stiefel aus, mamtel, hut, schal aus, hund füttern, brotzeit und getränk einpacken, Stiefel wieder an, Schal und Jacke an, los.
Die Bahn kam pünktlich und beim umsteigen auf die Tram hatte endlich, endlich mal jemand Dienst, der die Schranken zwischen zwei Zügen kurz öffnet, so dass man zur Tram gehen kann und sie auch bekommt.
Mein neuer Arbeitsplatz ist im Museumsshop unseres Museums. Der Besucheransturm ist gross und ich war schwer beschäftigt, Poster zu rollen, einzutüten, auszupreisen, Kataloge nachlegen, Kunstpostkarten nachlegen, Bücher auspacken, Lieferscheine kontrollieren, auspreisen, nachlegen. Aber auch: nette KollegInnen und gutes Klima.
Um halb zwei dann mit Tram und Bahn wieder heim um den nächsten Hundegang zu absolvieren. Aber wenigstens nebelfrei und nicht ganz so gruselig.
Der Rest des Tages vergeht mit Haushaltskram und jetzt Tatortgucken. Atelier und Schachteln machen ist diese Woche etwas kurz gekommen, aber morgen wieder.
Der Wecker hat ganz abscheulich früh gepiept, nämlich um sechs! Das ist für mich eh früh und am Sonntag sowieso. Hilft aber nichts, ich habe einen neuen Job, der fängt um zehn Uhr an, um halb fährt die Bahn und vorher muss der Hund raus. Das ist am Wochenende normalerweise die Aufgabe des Besten, aber der weilt in Uganda, also ich. Aufstehen, duschen, bisschen Farbe ins Gesicht und Müsli frühstücken. Hatte ich gestern abend vorbereitet, damit es schnell geht. Dann waaarm einpacken und Hunderunde. Es war gruselig. Wortwörtlich. Kalter, nebelverhangener Wald und ich immer Panik vor Wildschweinen. Um halb acht morgens ist das nicht so unwahrscheinlich und ich habe gesungen und gepfiffen, damit die sich bloss ins Dickicht verziehen. Ich hoffe dann immer, dass mich niemand hört.
Es wurde trotzdem eine grosse Runde und dann zeitlich etwas knapp hinten raus. stiefel aus, mamtel, hut, schal aus, hund füttern, brotzeit und getränk einpacken, Stiefel wieder an, Schal und Jacke an, los.
Die Bahn kam pünktlich und beim umsteigen auf die Tram hatte endlich, endlich mal jemand Dienst, der die Schranken zwischen zwei Zügen kurz öffnet, so dass man zur Tram gehen kann und sie auch bekommt.
Mein neuer Arbeitsplatz ist im Museumsshop unseres Museums. Der Besucheransturm ist gross und ich war schwer beschäftigt, Poster zu rollen, einzutüten, auszupreisen, Kataloge nachlegen, Kunstpostkarten nachlegen, Bücher auspacken, Lieferscheine kontrollieren, auspreisen, nachlegen. Aber auch: nette KollegInnen und gutes Klima.
Um halb zwei dann mit Tram und Bahn wieder heim um den nächsten Hundegang zu absolvieren. Aber wenigstens nebelfrei und nicht ganz so gruselig.
Der Rest des Tages vergeht mit Haushaltskram und jetzt Tatortgucken. Atelier und Schachteln machen ist diese Woche etwas kurz gekommen, aber morgen wieder.
Donnerstag, 5. Januar 2017
WMDEDGT
Guter Vorsatz: immer am 5. den Tag aufschreiben. Nun denn.
Ich bin noch so halb im Ich- habe-frei Modus (vor dem 6. Januar verweigere ich quasi Arbeit, ein Erbe meiner Münchner Zeit). Aber der Mann muss arbeiten also stehen wir um sieben auf und icb mache Frühstück, Müsli und Tee (sehr leckerer aus Uganda) für mich, espresso und normal mit brot und tralala für den mann. Leider mit ohne Zeitung, wir haben Wetter. Sind zwar nur zwei Zentimeter Schnee, aber unsere Holperwege können sehr tückisch. Nun denn. Anschliessend anziehend und Hunderunde im Wald. Die Strasse ist ziemlich glatt und ich bin froh den Waldweg ohne Sturz zu erreichen. Der Hund ist sehr glücklich und klebt mit der Nase fest am Boden, die Gerüche auf frischem Schnee müssen sehr deutlich sein. Und wir treffen noch eine Nachbarin mit der ich schwatzen und mit deren Hündin der Hund durch den Wald toben kann. Fein das.
Dann nach hause, wo auch schon die Zeitungen im Briefkasten warten. Ich verkneife mir die Lektüre und setzte mich wieder an den Berg wellpappe der verarbeitet werden will. Wir waren nämlich bei Ikea, einen neue Garderobe kaufen, die xem Chaos im Eingangsbereich hoffentlich endlich den Garaus macht, und jetzt habe ich wirklich jede Menge Wellpappe. Daraus habe ich bereits drei Einsätze für die Schreibtischschubladen gebaut (chaosbeseitigung auch da), die vierte gehe ich jetzt an. Zwischendurch ein schneller Imbiss mit Zeitungslektüre und ein ausgiebiges Telefonat mit der Freundin in Hamburg. Danach müsste ich an und für sich noch einen Einsatz für die Schuhputzzeug-Schublade im neuen Garderobenschrank bauen, aber ersteinmal kommt die zweite Hunderunde mit Umweg zur Schneiderin, der "gute" Mantel des Mannes hat reparaturbedarf. Super, die Schneiderin hat bis zum 17. geschlossen. Tjanun, da kann man nichts machen.
Zurück im Haus schneide ich erstmal die Pappen. Alle Seitenteile weg, bis icb schöne gerade Pappen habe, die sich gut stapeln und transportieren lassen, und keinen unordentlichen Haufen im Esszimmer. Eine ziemlich öde Arbeit, aber ich habe schon einige Ideen, wie ich das Material weiter verarbeiten werde. Und es fehlt ja noch eine Schubladeneinsatz.
Als Vorbereitung für morgen schiebe ich schnell kleingeschnittenes Gemüse in den Backofen, als das fertig ist, muss ich los, donnerstags ist Plenum.
Der Mann holt mich da um halb neun ab, wir fahren nach Hause, es gibt für ihn ein schnelles Abendessen und ich zupfe noch einen salatkopf klein, gebe das Backofengemüse und Schafskäse dazu, ein Schmanddressing drüber und die Brotzeit zum Mitnehmen ins Büro ist fertig (und meine Portion zum zuhause essen auch).
Jetzt ist fertig und noch ein bisschen lesen und dann ins Bett.
Gute Nacht allerseits.
Donnerstag, 8. Dezember 2016
Adventspost Nr. 8
Als ich vorhin endlich nach Hause kam, lag diese Karte im Briefkasten:
Sie kommt von Elvira und zeigt auf einem Pollock-gesprengelten Untergrund einen sehr kompliziert wirkenden Rapport. Toll sieht das aus. Und illustriert perfekt meinen Tag! Und auf der Vorderseite die Anschrift im hand-lettering. Das würde ich auch gerne können! Danke für diese schöne Karte.
Sie kommt von Elvira und zeigt auf einem Pollock-gesprengelten Untergrund einen sehr kompliziert wirkenden Rapport. Toll sieht das aus. Und illustriert perfekt meinen Tag! Und auf der Vorderseite die Anschrift im hand-lettering. Das würde ich auch gerne können! Danke für diese schöne Karte.
Mittwoch, 7. Dezember 2016
Erfreulichkeiten
Sieben Karten habe ich bereits bekommen. Und was für welche! Jetzt möchte ich sie natürlich auch mal zeigen:
Den Anfang hat Steffi gemacht mit einem schönen goldenen Druck auf zarten Blautönen, dazwischen rote Sterne. Und ein Gedicht von James Krüss auf der Rückseite! Seinetwegen bin ich mal mit dem (damals noch) Kind nach Helgoland gefahren, aber das ist eine andere Geschichte.
Und am selben Tag kam auch eine Karte aus der Schweiz von Veronika. Weisse Sterne auf einem ganz zarten Grünton und mit gelber Mitte. Einen Rapport hat sie ausgespart und an dessen Stelle einen Vers von Heinrich Heine geschrieben.
Danach wieder Post aus der Schweiz, von Andrea. Auch wieder enorm präzise Sterne. Und einer sogar mit Glitzer! So schön!
Den Anfang hat Steffi gemacht mit einem schönen goldenen Druck auf zarten Blautönen, dazwischen rote Sterne. Und ein Gedicht von James Krüss auf der Rückseite! Seinetwegen bin ich mal mit dem (damals noch) Kind nach Helgoland gefahren, aber das ist eine andere Geschichte.
Und am selben Tag kam auch eine Karte aus der Schweiz von Veronika. Weisse Sterne auf einem ganz zarten Grünton und mit gelber Mitte. Einen Rapport hat sie ausgespart und an dessen Stelle einen Vers von Heinrich Heine geschrieben.
Danach wieder Post aus der Schweiz, von Andrea. Auch wieder enorm präzise Sterne. Und einer sogar mit Glitzer! So schön!
Drei Karten mit farbigem Untergrund, man sollte meinen, da hätte es dann bei mir gezündet. Hat es aber nicht.
Astrids Karte kam als nächste, und die mir auch sehr gut gefällt. Das Granatapfelmotiv auf den braunen Klötzen, die mich ja sehr an Escher erinnern, ganz toll. Und dann noch genäht! Und auch noch die Schrift gestempelt, also einen spiegelverkehrten Stempel geschnitzt.
Inzwischen hatte ich dann meine Karten abgesandt und konnte und kann mich gaanz entspannt zurücklehnen.
Astrids Karte kam als nächste, und die mir auch sehr gut gefällt. Das Granatapfelmotiv auf den braunen Klötzen, die mich ja sehr an Escher erinnern, ganz toll. Und dann noch genäht! Und auch noch die Schrift gestempelt, also einen spiegelverkehrten Stempel geschnitzt.
Inzwischen hatte ich dann meine Karten abgesandt und konnte und kann mich gaanz entspannt zurücklehnen.
Und es kamen Annette mit Schokokringeln (hängen bei uns immer am Baum) hier sind sie:
Und Susanne, hat Graupappe mit grossen Kreisen in einem Fliedergrauton, der auf dem Bild vielleicht nicht so rüberkommt, aber definitiv eine Option als wandfarbe für mich ist, bedruckt und dann noch weisse Sterne als Rapport darübergelegt:
Und heute kam diese Schönheit:
Von Caroline. Das ruft richtig Weihnachten im hohen Norden. Und ist auf Stoff gedruckt! Könnte ich mir sehr gut auch als Pullover vorstellen. Die Vorderseite ist ebenfalls sehr schön gestaltet. Wie gesagt, zurücklehnen und genießen.
Und hier die ganze Galerie:
So viel Phantasie und Kreativität sind da jetzt versammelt, und täglich wird es mehr. Schön ist das. Und sehr inspirierend.
PS: die Ausrichtung der Bilder hat mein Tablet bestimmt. Ich nicht.
Dienstag, 6. Dezember 2016
Schatzkästlein
Heute kam ein wunderbares Päckchen von Annelies an. Dirndlstöffchen, ein türkises Überkaro, ein graugemusterter Stoff, viel schöner Kleinkram aus dem Nähkästchen. Auch so herrlich altmodische schwarze Häkchen und grosse schwarze Druckknöpfe. Verwende ich beides sehr gerne, habe aber das Gefühl, da fast die einzige zu sein. Und jede Menge Knöpfe und Gummiband, feine Nähnadeln, echte Schneiderkreide (mag ich sehr gerne in der Hand, die hat so eine schöne Haptik) und und und...
Ein echtes Schatzkästchen halt. Da wird einiges daraus entstehen. Im Moment denke ich viel darüber nach, schachteln und Büchlein auch mit Stoff zu überziehen, die Doppelseitige Folie dafür habe ich schon besorgt.
Das ist mal ein schöner Nikolaustag. Zudem heute auch noch zwei Karten der Advents-Mailart ankamen.
Ein echtes Schatzkästchen halt. Da wird einiges daraus entstehen. Im Moment denke ich viel darüber nach, schachteln und Büchlein auch mit Stoff zu überziehen, die Doppelseitige Folie dafür habe ich schon besorgt.
Das ist mal ein schöner Nikolaustag. Zudem heute auch noch zwei Karten der Advents-Mailart ankamen.
Montag, 5. Dezember 2016
Drama, Baby, Drama
Es ist geschafft, heute habe ich meinen Beitrag zur Advent mail art abgeschickt. Es war ein sehr beschwerlicher Weg. Das Stempelschnitzen war der einfache Teil. Da könnte ich ewig weitermachen.
Aber dann die Auswahl des zu bestempelnden Untergrundes. Da fing das Drama an. Der Haushalt und das Atelier gaben nichts rechtes her, im örtlichen Künstlerbedarf wurde ein Bogen Wasserfarbenpapier gekauft, gründliches Suchen förderte dann noch einige geeignete Musterpapiere und dünne Pappen zutage. Alles wurde zuges hnitten, wobei leider viel Verschnitt entstand. Und es reichte dann doch nicht. Also in die grosse Stadt zu Modulor, Plakatkarton in gold und weiss und Karteipappe in einem Beigeton kaufen.
Am Freitag habe ich dann begonnen zu drucken. Mit Acrylfarben. Und das hat nicht funktioniert. Gar nicht. Auf dem glatten Plakatkarton sind die Stempel hin und her gerutscht, die Farbe hat geschmiert, auf dem goldenen Karton ging es gar nicht. Ich war dem Heulen nahe. Zudem ja auch noch die ersten Karten eintrudelten, Astrid hat sogar genäht! Und bedruckt waren sie vom allerfeinsten, noch dazu auf farbigem Untergrund. KRISE! Grosse Krise.
Okay, durchatmen und weiter. Auf die Acrylfarbe gepfiffen und die bunten Stempelkissen rausgekramt. Aber 23 Karten erfordern viel Farbe, die Stempelkissen wurden leerer und leerer. Und das Material knapper und knapper. Das Wasserfarbenpapier ist so stark strukturiert, da liess sich schlecht drucken. Und, wie gesagt, die Stempelkissen ließen nach.
Und für einen Stempel entscheiden konnte ich mich auch nicht. Also habe ich einfach verschiedene Karten gedruckt. In verschiedenen Farben. Auf weißem bzw. Chamoisfarbenem Untergrund. Die ersten 15 am Sonntag.
Mit denen und dem Hund stand ich heute früh um 9.00 vor unserem Konsum mit Poststelle. Seit dem 30.11. geänderte Öffnungszeiten: erst ab 9.30. Grr. Wollte ich doch um 10.15 in die Stadt fahren, mehr Stempelkissen kaufen. Also warten. Dann grosses Staunen ob es Formates. Ob es das denn gäbe. Aber, hurra, die Post-Format-Schablone gab mir recht, es gibt dieses Format, ganz offiziell. Die ersten Karten wurden abgeschickt, ich bin in die Stadt, Stempelnachschub holen.
Wieder zurück kam mir dann die glorreiche Idee, die Karten vor dem bedrucken einfach mal mit dem Schaumstoffroller und Acrylfarbe anzumalen und erst dann zu bedrucken!! Und ja, das geht. Warum ich das nicht gleich gemacht habe weiss ich nicht. Zudem die bereits erhaltenen Karten vor meiner Nase hängen.
Aber es hat funktioniert, die letzten Karten haben also einen farbigen Untergrund bekommen. Und dann konnte ich auch auf das Hubbelpapier stempeln, musste ich auch, wegen, mal wieder, Materialknappheit. Die Fehlversuche haben viel Papier verbraucht. Klar, habe ich zuerst auf einfachem Zeichenpapier gedruckt. Aber das ist saugfähig, da ging das mit der Acrylfarbe nich einigermaßen gut. Aber halt nicht mehr auf dem glatten Plakatkarton.
Dann wieder zur Poststelle. Da war gerade der Computer in die Knie gegangen, nichts ging mehr. Ich bin fast implodiert. Aber mit einem Telefonat und geduldigem Tastendrücken hat die nette Posthalterin das Teil wieder zum Laufen bekommen. Und ich konnte endlich, meine Briefmarken bekommen, und die restlichen Karten auf die Reise schicken.
Aber: es sind verschiedene Motive, in verschiedenen Farben und verschiedenen Untergründen.
Es hat, trotz allem, Spass gemacht, aber das Gefühl der Unzulänglichkeit ist auch da. Denn die ersten vier Karten, die ich bekommen habe, sind halt soviel schöner. Aber so ist es halt. Und, liebe Michaela, kannst du bitte das Thema der Advents-Mailart 2017 jetzt schon bekannt geben? Dann kann ich üben.
Aber dann die Auswahl des zu bestempelnden Untergrundes. Da fing das Drama an. Der Haushalt und das Atelier gaben nichts rechtes her, im örtlichen Künstlerbedarf wurde ein Bogen Wasserfarbenpapier gekauft, gründliches Suchen förderte dann noch einige geeignete Musterpapiere und dünne Pappen zutage. Alles wurde zuges hnitten, wobei leider viel Verschnitt entstand. Und es reichte dann doch nicht. Also in die grosse Stadt zu Modulor, Plakatkarton in gold und weiss und Karteipappe in einem Beigeton kaufen.
Am Freitag habe ich dann begonnen zu drucken. Mit Acrylfarben. Und das hat nicht funktioniert. Gar nicht. Auf dem glatten Plakatkarton sind die Stempel hin und her gerutscht, die Farbe hat geschmiert, auf dem goldenen Karton ging es gar nicht. Ich war dem Heulen nahe. Zudem ja auch noch die ersten Karten eintrudelten, Astrid hat sogar genäht! Und bedruckt waren sie vom allerfeinsten, noch dazu auf farbigem Untergrund. KRISE! Grosse Krise.
Okay, durchatmen und weiter. Auf die Acrylfarbe gepfiffen und die bunten Stempelkissen rausgekramt. Aber 23 Karten erfordern viel Farbe, die Stempelkissen wurden leerer und leerer. Und das Material knapper und knapper. Das Wasserfarbenpapier ist so stark strukturiert, da liess sich schlecht drucken. Und, wie gesagt, die Stempelkissen ließen nach.
Und für einen Stempel entscheiden konnte ich mich auch nicht. Also habe ich einfach verschiedene Karten gedruckt. In verschiedenen Farben. Auf weißem bzw. Chamoisfarbenem Untergrund. Die ersten 15 am Sonntag.
Mit denen und dem Hund stand ich heute früh um 9.00 vor unserem Konsum mit Poststelle. Seit dem 30.11. geänderte Öffnungszeiten: erst ab 9.30. Grr. Wollte ich doch um 10.15 in die Stadt fahren, mehr Stempelkissen kaufen. Also warten. Dann grosses Staunen ob es Formates. Ob es das denn gäbe. Aber, hurra, die Post-Format-Schablone gab mir recht, es gibt dieses Format, ganz offiziell. Die ersten Karten wurden abgeschickt, ich bin in die Stadt, Stempelnachschub holen.
Wieder zurück kam mir dann die glorreiche Idee, die Karten vor dem bedrucken einfach mal mit dem Schaumstoffroller und Acrylfarbe anzumalen und erst dann zu bedrucken!! Und ja, das geht. Warum ich das nicht gleich gemacht habe weiss ich nicht. Zudem die bereits erhaltenen Karten vor meiner Nase hängen.
Aber es hat funktioniert, die letzten Karten haben also einen farbigen Untergrund bekommen. Und dann konnte ich auch auf das Hubbelpapier stempeln, musste ich auch, wegen, mal wieder, Materialknappheit. Die Fehlversuche haben viel Papier verbraucht. Klar, habe ich zuerst auf einfachem Zeichenpapier gedruckt. Aber das ist saugfähig, da ging das mit der Acrylfarbe nich einigermaßen gut. Aber halt nicht mehr auf dem glatten Plakatkarton.
Dann wieder zur Poststelle. Da war gerade der Computer in die Knie gegangen, nichts ging mehr. Ich bin fast implodiert. Aber mit einem Telefonat und geduldigem Tastendrücken hat die nette Posthalterin das Teil wieder zum Laufen bekommen. Und ich konnte endlich, meine Briefmarken bekommen, und die restlichen Karten auf die Reise schicken.
Aber: es sind verschiedene Motive, in verschiedenen Farben und verschiedenen Untergründen.
Es hat, trotz allem, Spass gemacht, aber das Gefühl der Unzulänglichkeit ist auch da. Denn die ersten vier Karten, die ich bekommen habe, sind halt soviel schöner. Aber so ist es halt. Und, liebe Michaela, kannst du bitte das Thema der Advents-Mailart 2017 jetzt schon bekannt geben? Dann kann ich üben.
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