Den heutigen Tag habe ich endlich mal wieder gut ausgenutzt. Da der Wehzeh auf dem Weg der Besserung zu sein scheint (ibu macht es möglich) habe ich mich mit dem Karton voller Papierproben und sonstigem klimbim vom bestem Mann in die Stadt und ins Atelier fahren lassen, denn eine bestellte Schachtel muss noch fertig werden. Nach einem Fehlstart habe ich mich für eine runde bereits vorgefertigte Schachtel entschieden. Die Cousine einer Freundin heiratet und in der Schachtel sollen die Eheringe sein. Und die Braut steht auf Pink, rosa und Silber. Nun denn. Ich habe alles was irgendwie pink, rosa und Silber ist verarbeitet, einen kleinen Perlenpinökel für den Deckel kreiert, jetzt darf alles trocknen und morgen muss ich mich entscheiden ob entweder pinkes Glitzersamtband oder pinkes Samtband ohne Glitzer um den Deckelrand kommt. Das Ganze erinnert ein bisschen an eine Torte, ich hoffe, es wird gefallen. Aber kitschig war gewünscht und kitschig ist es. Fotos folgen morgen.
Der beste Mann hat währenddessen alle Besorgungen erledigt, den Hund spazierengeführt und dann sind wir nach Hause gefahren, Hund abliefern, Sachen verräumen und ab nach Berlin und beim Ausrüster unseres Vertrauens endlich einen Schlafsack für den Mann gekauft. Und eine Regenhose, einen Spanngurt um den Packsack auf dem Gepäckträger festzuzurren, öko Waschzeug, Mulitool und sogar ein paar sehr schicke Schuhe für ihn. Die aber im Schuhgeschäft, nicht beim Ausrüster. Ich kann ja leider im Augenblick keine Schuhe anprobieren, so gut geht es dem Zeh dann doch noch nicht. Und danach war immer noch zeit, zu Ikea zu fahren, einen Korb umzutauschen (Farbe hat sich zu Hause als nicht so gut herausgestellt, noch eine Leinentischdecke zu kaufen, geschirrtücher, Servietten was man halt beim Möbelschweden so kauft und auf den letzten Drücker dort auch noch zu abend zu essen. Inklusive Softeis für mich!
Morgen werde ich dann an der Paradies-Post weiterarbeiten.
Über Haus, Hof und Garten, Wolle, Stoffe, Farbe und Papier. Von Flohmärkten und sonstigen Schatzsuchen und dem Leben im Allgemeinen und Besonderen.
Samstag, 30. Juli 2016
Freitag, 29. Juli 2016
Papier
Zwischen all dem Wehzeh-Chaos und dem Fotografieren der Mail-Art-Briefe und dem Verlinken derselben (für mich der schwierigste Teil, klappt höchst selten auf Anhieb) hatte ich die Mail eines Mitmieters im Kreativhaus Rechenzentrum im Postkasten. Er sortiere gerade seine Papiermuster aus von denen er als Fotograf viele hat, und ob ich sie gebrauchen könne. Na klar, das fragt man mich nicht zweimal. Gestern abend hat der beste Ehemann eine große blaue Ikeatüte Muster geholt und ich habe mich gleich darauf gestürzt. Nicht fassen, was es alles an Sonder, Spezial und was weiss denn ich für Papiere gibt. In weiß, gestrichen, ungestrichen, farbig, glänzend, 3D, Leinen, Seide, geprägt, beschichtet, alle Stärken. Vieles sind nur ganz kleine Musterbögen, aber es sind auch A-4 Bögen dabei und zum Einbinden oder für einen Effekt, zum Ausstanzen von Anhängern, mein Gehirn rattert.
Eine Traumausbeute.
So, und jetzt höre ich auf mit prokrastinieren und setze mich an den Esstisch und produziere mehr Sommer Mail-Art. Da müssen noch einige Blätter fertig werden.
Post, zum Dritten
Neben dem blöden Wehzeh gab es aber auch etwas zum Freuen diese Woche:
Der dritte Paradiesbrief ist angekommen, diesmal von Janine. Und unsere Postbotin ist auch schon ganz hin und weg von den schönen bunten Briefen, die ich neuerdings bekomme.
Diesmal ein ganz in rot gehaltener Umschlag, hier:
Die Vorderseite, ein Knaller, oder?
Die Rückseite, rote Ranken, wunderschön.
Und nun das Innenleben:
Mit Bast umwickelt, gehalten von einer Häkelblume in rot und lilatönen. Soviel liebevolle Mühe, schön.
Geheimnisvolle Farne und
eine verwunschene Gräserlandschaft, rote Blüten (hatte spontan die Assoziation eines Teichufers) und
eine dicke Siebdruck-Erdbeere auf Gelli Plate-Druck.
Zuguterletzt ein Unterwasserparadies.
Janine hat Siebdruck mit Gelli Plate und Stempeldruck kombiniert. Wie immer bin ich absolut begeistert. Und auch hier könnte ich mir einiges gut auf Stoff vorstellen. Ein Seidentuch oder auf einer Rocktasche vielleicht?
Der dritte Paradiesbrief ist angekommen, diesmal von Janine. Und unsere Postbotin ist auch schon ganz hin und weg von den schönen bunten Briefen, die ich neuerdings bekomme.
Diesmal ein ganz in rot gehaltener Umschlag, hier:
Die Vorderseite, ein Knaller, oder?
Die Rückseite, rote Ranken, wunderschön.
Und nun das Innenleben:
Mit Bast umwickelt, gehalten von einer Häkelblume in rot und lilatönen. Soviel liebevolle Mühe, schön.
Geheimnisvolle Farne und
eine verwunschene Gräserlandschaft, rote Blüten (hatte spontan die Assoziation eines Teichufers) und
eine dicke Siebdruck-Erdbeere auf Gelli Plate-Druck.
Zuguterletzt ein Unterwasserparadies.
Janine hat Siebdruck mit Gelli Plate und Stempeldruck kombiniert. Wie immer bin ich absolut begeistert. Und auch hier könnte ich mir einiges gut auf Stoff vorstellen. Ein Seidentuch oder auf einer Rocktasche vielleicht?
Urlaub???
Achtung: Gejammer wegen Zehweh.
Die Fragezeichen im Titel machen durchaus Sinn, denn im Augenblick steht der Urlaub auf der Kippe. Hintergrund ist die Tatsache, dass am Sonntag gegen Abende der linke große Zeh anfing, wehzutun.
Nicht so schlimm, dachte ich. In der Nacht bin ich dann mehrmals vor Schmerzen aufgewacht und der Montag war dann auch entsprechend. Der Zeh hat einen Hallux (sagt man das so) aber im oberen Gelenk, hat nie gestört. Bewegen kann ich den Zeh, draufdrücken auch, Aber sobald seitlich auch nur ein Häuchlein drankommt, Bettdecke, Hosenbein, ein Blatt vom Waldboden, springe ich im Dreieck. Bisschen rot ist er, aber sonst unauffällig. Also nicht dickgeschwollen, puckert auch nicht. Dienstag dann zur praktischen Ärztin. Die meinte ganz forsch, man könte ja mal aufschneiden und nachgucken ob da was vereitert wäre. Wie bitte? einfach so? Fand ich jetzt keine Option, zumal es sich nicht nach vereitert oder so anfühlt. Hat mir also eine schwarze Zugsalbe verschrieben und wenn es nicht besser würde, bitte am Donnerstag kommen, aufschneiden. Wurde nicht besser, eher noch schlimmer und Donnerstag habe ich dann den Orthopäden meines Vertrauens angerufen. Der ist natürlich im Urlaub. Mist. Urlaubsvertretung im Krankenhaus telefonisch nicht zu erreichen. Leitungen überlastet, was weiß ich denn. Und der Zeh tat zum Heulen weh. Durch Tipp eine andere Praxis angerufen, dringend gemacht, hingefahren. Der Arzt hatte gleich mehrere Optionen: Gicht (nee, nicht?), Arthrose (hat doch schon das rechte Knie), Entzündung am Knochen, etwas eingetreten und nie gemerkt was jetzt raus will.
Heute früh also Röntgen und Blutabnahme (wg. Gichtverdacht). Diagnose (hoffentlich) nächste Woche, bis dahin Ibu 600 und weiterhin Flip-flops tragen. Hätte ja nie gedacht, daß ich die mal über haben könnte, aber grad jetzt wäre mir mal nach einem anderen Schuh.
Und ab nächsten Samstag möchte ich gut 400 km durch Schweden radeln. Und das wenn möglich nicht in Flip-flops.
Also hoffe ich irgendwie auf "kommt von selber geht von selber" oder so. Seufz.
Die Fragezeichen im Titel machen durchaus Sinn, denn im Augenblick steht der Urlaub auf der Kippe. Hintergrund ist die Tatsache, dass am Sonntag gegen Abende der linke große Zeh anfing, wehzutun.
Nicht so schlimm, dachte ich. In der Nacht bin ich dann mehrmals vor Schmerzen aufgewacht und der Montag war dann auch entsprechend. Der Zeh hat einen Hallux (sagt man das so) aber im oberen Gelenk, hat nie gestört. Bewegen kann ich den Zeh, draufdrücken auch, Aber sobald seitlich auch nur ein Häuchlein drankommt, Bettdecke, Hosenbein, ein Blatt vom Waldboden, springe ich im Dreieck. Bisschen rot ist er, aber sonst unauffällig. Also nicht dickgeschwollen, puckert auch nicht. Dienstag dann zur praktischen Ärztin. Die meinte ganz forsch, man könte ja mal aufschneiden und nachgucken ob da was vereitert wäre. Wie bitte? einfach so? Fand ich jetzt keine Option, zumal es sich nicht nach vereitert oder so anfühlt. Hat mir also eine schwarze Zugsalbe verschrieben und wenn es nicht besser würde, bitte am Donnerstag kommen, aufschneiden. Wurde nicht besser, eher noch schlimmer und Donnerstag habe ich dann den Orthopäden meines Vertrauens angerufen. Der ist natürlich im Urlaub. Mist. Urlaubsvertretung im Krankenhaus telefonisch nicht zu erreichen. Leitungen überlastet, was weiß ich denn. Und der Zeh tat zum Heulen weh. Durch Tipp eine andere Praxis angerufen, dringend gemacht, hingefahren. Der Arzt hatte gleich mehrere Optionen: Gicht (nee, nicht?), Arthrose (hat doch schon das rechte Knie), Entzündung am Knochen, etwas eingetreten und nie gemerkt was jetzt raus will.
Heute früh also Röntgen und Blutabnahme (wg. Gichtverdacht). Diagnose (hoffentlich) nächste Woche, bis dahin Ibu 600 und weiterhin Flip-flops tragen. Hätte ja nie gedacht, daß ich die mal über haben könnte, aber grad jetzt wäre mir mal nach einem anderen Schuh.
Und ab nächsten Samstag möchte ich gut 400 km durch Schweden radeln. Und das wenn möglich nicht in Flip-flops.
Also hoffe ich irgendwie auf "kommt von selber geht von selber" oder so. Seufz.
Donnerstag, 28. Juli 2016
Mail Art: Wenn die Postfrau zum zweiten Mal klingelt
Am Samstag kam der zweite geheimnisvolle Umschlag. Carmen hat geschickt. Und auch bei ihr ist ja schon der Briefumschlag eine Freude.
Und dann erst der Inhalt:

| Umschlagdetail |

Und so hat sie ihr Werk "verpackt":
In einem gefalteten Einschlag der mit einem gestempelten (?) aus festem Papier ausgeschnittenen Blatt durch das ein rotes Hutgummi führt verschlossen ist.
Eine Idee, die ich auf jeden Fall aufgreifen werde. Spätestens zu Weihnachten.
Montag, 25. Juli 2016
Mail-Art, der Beginn
Diesen Sommer nehme ich zum erst ersten Mal an einer Mail-Art Aktion teil.
Und natürlich habe ich gleich das Prinzip falsch verstanden. Und den ersten Brief Wochen zu früh abgesandt. Aber nun habe ich alles noch einmal nachgelesen und bin wieder in der Spur. Uff. Garnicht so einfach das Alles.
Im Gartenschuppen waren meine Malsachen, bzw. die der Tochter aus Schulzeiten, Pinsel, alle möglichen Arten von Farben, Zeichenblöcke zum Entwerfen. Blätter zum Drucken sind im Garten im Überfluss. Erstes Probieren am Gartentisch zeigte: mit Tuschfarben wird das nichts, die sind zu dünnflüssig. Die Acrylfarben aus der Tube waren aber gut geeignet. Also weiter. Und aus dem Atelier noch Stempel geholt, eine Moosgummiplatte zum Schablonen und Stempel schneiden, die Cuttermesser, Silhouettenschere, vom Kramhaufen im Garten eine alte Acrylplatte als Palette.
Und weiter experimentiert. Das Zeichenblockpapier ist zu dünn zum Drucken da schlagen die Farben durch und es wellt sich, also wurde ein Ausflug nach Berlin unternommen, zu Modulor. Da habe ich dann so einiges ergänzt:ein sehr schönen Block mit 190 g-Papier, eine Platte Stempelgummi, Schnitzwerkzeug, eine Farbrolle und noch einige Kleinigkeiten für andere Projekte. Und weiter ging es mit Drucken. Manche Blätter erwiesen sich als phantastisch geeignet, andere rissen gleich und nahmen übel.
Ein weiterer Ausflug in den Künstlerbedarfsladen in Babelsberg brachte mir noch einen Block mit anderem Papier, eine weitere Farbrolle, diesmal aus Schaumstoff und 2 Tuben Linoldruckfarben.
Der Arbeitsplatz im Garten (Wind ist definitiv hinderlich beim Arbeiten mit Blättern und Gräsern) wanderte auf den Esstisch. Der ist sehr groß und gegessen wurde und wird dann halt im Wohnraum.
Das Druckchaos ist ziemlich groß und manches klappt nicht (Milchtütendruck z.B.) und Stempelschnitzen birgt auch so manche Tücke. Aber mit einigen Ergebnissen bin ich dann doch zufrieden, habe aber auch einige Male eine schöne Vorderseite hinbekommen und diese dann mit einer schreckliche Rückseite ruiniert. Oh Verzweiflung. Aber ich kann sagen, es hat mich gepackt. Ich werde auch nach der Aktion noch Papiere zum Buchbinden drucken und auch Stoff bedrucken. Fasziniert bin ich wirklich von den Strukturen die Blätter und Gräser ergeben. Und den Geleedruck werde ich auch probieren. Damit wird das Chaos wohl noch in die Küche übergreifen.
Und natürlich habe ich gleich das Prinzip falsch verstanden. Und den ersten Brief Wochen zu früh abgesandt. Aber nun habe ich alles noch einmal nachgelesen und bin wieder in der Spur. Uff. Garnicht so einfach das Alles.
Im Gartenschuppen waren meine Malsachen, bzw. die der Tochter aus Schulzeiten, Pinsel, alle möglichen Arten von Farben, Zeichenblöcke zum Entwerfen. Blätter zum Drucken sind im Garten im Überfluss. Erstes Probieren am Gartentisch zeigte: mit Tuschfarben wird das nichts, die sind zu dünnflüssig. Die Acrylfarben aus der Tube waren aber gut geeignet. Also weiter. Und aus dem Atelier noch Stempel geholt, eine Moosgummiplatte zum Schablonen und Stempel schneiden, die Cuttermesser, Silhouettenschere, vom Kramhaufen im Garten eine alte Acrylplatte als Palette.
Und weiter experimentiert. Das Zeichenblockpapier ist zu dünn zum Drucken da schlagen die Farben durch und es wellt sich, also wurde ein Ausflug nach Berlin unternommen, zu Modulor. Da habe ich dann so einiges ergänzt:ein sehr schönen Block mit 190 g-Papier, eine Platte Stempelgummi, Schnitzwerkzeug, eine Farbrolle und noch einige Kleinigkeiten für andere Projekte. Und weiter ging es mit Drucken. Manche Blätter erwiesen sich als phantastisch geeignet, andere rissen gleich und nahmen übel.
Ein weiterer Ausflug in den Künstlerbedarfsladen in Babelsberg brachte mir noch einen Block mit anderem Papier, eine weitere Farbrolle, diesmal aus Schaumstoff und 2 Tuben Linoldruckfarben.
Der Arbeitsplatz im Garten (Wind ist definitiv hinderlich beim Arbeiten mit Blättern und Gräsern) wanderte auf den Esstisch. Der ist sehr groß und gegessen wurde und wird dann halt im Wohnraum.
Das Druckchaos ist ziemlich groß und manches klappt nicht (Milchtütendruck z.B.) und Stempelschnitzen birgt auch so manche Tücke. Aber mit einigen Ergebnissen bin ich dann doch zufrieden, habe aber auch einige Male eine schöne Vorderseite hinbekommen und diese dann mit einer schreckliche Rückseite ruiniert. Oh Verzweiflung. Aber ich kann sagen, es hat mich gepackt. Ich werde auch nach der Aktion noch Papiere zum Buchbinden drucken und auch Stoff bedrucken. Fasziniert bin ich wirklich von den Strukturen die Blätter und Gräser ergeben. Und den Geleedruck werde ich auch probieren. Damit wird das Chaos wohl noch in die Küche übergreifen.
Mail-Art: Hurra die Post ist da
Letzte Woche war es soweit, der erste Brief lag im Kasten. Stefanie hat geschickt. Mit schön gestaltetem Umschlag:
und ebenso schönem Inhalt:
und ebenso schönem Inhalt:
| Paradeiser |
| So viele Wege ins Paradies |
| Schöne Farben und sehr witzig |
| Zart und lieblich |
| paradiesische Palmen, in wunderbaren Blautönen |
| Paradiesvogel, LInoldruck? |
| Ein wunderbar klarer Druck, wie geht das? |
| Blaue Blätter |
| Die Hülle für die Drucke | Stefanie schreibt, sie wird auf ihrem Blog ein Making-Off veröffentlichen, darauf bin ich sehr gespannt. Die Palmen, in deren Blau ich mich richtig hineinträumen kann, sind anscheinend Schablonen-Siebdruck, oder? Und die Äpfelchen mit der Schlange Stempel? Aber ich will da garnicht weiter grübeln, sondern mich einfach an den Motiven und der Farbigkeit freuen. So schöne Post zu bekommen macht Spass! (Leider macht das Layout was es will, darum schaut alles etwas merkwürdig aus, kann ich aber leider nicht ändern, blöd) |
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